Winterzeit ist Schlittschuhzeit
Der Winter hält in der Regel mit Schnee, Eis und Minusgraden in Deutschland Einzug. Insofern ist die aktuelle Wetterlage also alles andere als normal. Allerdings gehen Meteorologen davon aus, dass der Winter noch nach Deutschland kommt. Baggerseen werden damit zu einer verlockenden Eisfläche, die zum Schlittschuhlaufen einlädt. Allerdings warnen Experten in diesem Zusammenhang jedes Jahr davor, die Gefahren zu unterschätzen. Denn auch wenn das Eis vielleicht sicher aussehen mag – was sich darunter verbirgt und ob dessen Tragfähigkeit ausreicht, ist alles andere als sicher.
Dünnes Eis kann Leben kosten
Jahr für Jahr verunglücken Menschen beim Schlittschuhlaufen auf Eisflächen tödlich. Wer die Eisdicke falsch einschätzt, kann schnell in Lebensgefahr geraten. Das Problem: Friert der Baggersee vom Rand her zu, ist hier die Dicke des Eises in der Regel höher als zu dessen Mitte hin. In der Praxis können die Randbereiche ausreichend tragfähig sein. Nähert man sich aber der Mitte, kann es zum Eisbruch kommen, Betroffene stecken dann in einer Todesfalle.
Denn Erfahrungen zeigen, dass es nur selten möglich ist, sich allein aus dem Eisbruch zu befreien. Schnell saugt sich die dicke Winterkleidung voll und wird zu einem zusätzlichen Gewicht. Hinzu kommt die Kälte, welche schnell zur Bewegungsunfähigkeit führt. Zusammen eine Kombination, die tödlich enden kann. Allein auf Baggerseen schlittschuhlaufen ist daher mitunter gefährlicher Leichtsinn.
Sicherheit geht vor
Wer dieser Tage unbedingt mit den Schlittschuhen unterwegs sein will, sollte daher auf Eishallen und vereiste Freiluftflächen ausweichen. Hier kann nicht nur entspannt auf dem Eis gelaufen werden – diese Variante ist auch wesentlich sicherer, als sich der Gefahr des Ertrinkens auszusetzen. Zudem sind bei Stürzen mit Verletzungsfolge schnell Ersthelfer zur Stelle, die Not- und Rettungsdienste verständigen können.
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