Eisbaden: Sport für Hartgesottene

Langsam aber sicher hält der Winter in Deutschland Einzug. Eine Tatsache, die man über den „Goldenen Oktober“ und die teilweise doch recht „frühlingshaften“ Temperaturen im November hat vergessen können. Aber – wie der Blick auf´s Thermometer zeigt – gehen die Temperaturen langsam in den Keller. Und je weiter das Quecksilber auf Tauchstation geht, umso ungemütlicher werden auch die Bedingungen für Freischwimmer.

Einige Hartgesottene werden sich aber auch von Plusgraden im einstelligen Bereich oder sogar Minusgraden vom Baden nicht abhalten lassen. Richtig: Es geht um´s Eisbaden, eine Freizeitbeschäftigung, die man woll eher im hohen Norden sucht. Allerdings hat sich das Eisbaden mittlerweile auch in Deutschland etabliert. Wer neugierig ist und es selbst einmal ausprobieren will, sollte sich aber an einige Spielregeln halten.

Eisbaden – wenn das Abhärten gefährlich wird

In den Augen vieler passionierter Anhänger ist das Eis- oder Winterbaden gesund, härtet ab und stärkt das Immunsystem. Allerdings kann es diesen Zweck nur erfüllen, wenn sich der Körper langsam an die Belastung gewöhnen kann. Einfach ohne Fleecehandschuhe in Herbst oder Winter vor die Tür gehen hat hier wenig Erfolg. Vielmehr muss der Kreislauf langsam auf den Kälteschock vorbereitet werden.

Wird auf diese Form des „Trainings“ verzichtet, droht das Eisbaden gefährlich zu werden. Denn durch den plötzlichen Temperaturwechsel spielt der Kreislauf verrückt, es kommt zu einem rasanten Anstieg des Blutdrucks, der bis zur Atemblockade führen kann. Darüber hinaus ist Eisbaden gefährlich, wenn die Tatsache missachtet wird, dass das Blut vom Körper bei niedrigen Temperaturen nah am Körperzentrum gehalten wird, also u. U. sogar Erfrierungen drohen.

Eisbaden macht in Gesellschaft mehr Spaß

Welches Fazit lässt sich anhand der Spielregeln ziehen? Winterbaden sollte man grundsätzlich nicht einfach aus Übermut allein probieren, sondern sich mit Gleichgesinnten zusammentun. Auf diese Weise findet nicht nur ein gegenseitiger Erfahrungsaustausch statt – auch die Sicherheit gewinnt an Nachhaltigkeit.

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